Alle Kommentare von flammberg

Als Vegetarier fühle mich gerade daran erinnert, daß ich einmal ausprobieren wollte, ob diese vegetarischenn Bratwürstchen aus dem Reformhaus sich auch zu Currywurst verarbeiten lassen.
Gleichgültig, was im Internet unter Großschreibung verstanden wird, war nicht Schreien meine Absicht, sondern eine wirklich deutliche Hervorhebung.

Das Rad ist nicht spekulativ ein Jack Taylor, also aus englischer Fertigung, der einzig vorstellbare Grund, daß es kein Jack Taylor ist, wäre, daß sich jemand eines hätte aus Nervex-Muffen und einem 531er Rohrsatz nachbauen und mit dem Jack Taylor "Mondrian"-Aufkleber und dem zeittypischen boxlining hätte versehen lassen. Das aber Cyclart so weit gehen würde, bezweifle ich stark, denn dies wäre eine Markenkopie und solche wären geeignet, den Ruf dieser respektierten Firma zu ruinieren. Cyclart ist bekannt für seine Komplettrenovierungen, handsigniert sogar jeden renovierten Rahmen und würde niemals seinen Ruf mit Fälschungen riskieren. Daß es ein Jack Taylor ist, ist also weit gefestigter als daß man von "Spekulation" reden könnte.

Warum ich allerdings Grund zum Schreien gehabt hätte:
Mir geht es auf die Nerven, "Nervex-trem" sogar, wenn französische Nervex-Muffen und englische Radbaukunst amerikanischen Rahmenbauern zugeschustert werden. Amerikanische Rahmenbauer bemühen sich, an europäische Leistungen anzuknüpfen, redlich sogar, aber meist mit übertrieben, überladen bis schwülstig wirkenden Ergebnissen, wenn es Muffen betrifft.
Das Mars gefällt mir immer noch sehr gut, auch, wenn es kein Highend-Rahmen ist. Allein das sehr charakteristische Steuerrohr mit seinen eckigen Muffen... eigenwillig!

Bitte lasse Dich auch nicht bereden, den vorderen Dynamoträger abzusägen, nur damit es "race-mäßiger" aussieht (solche Vorschläge werden kommen). Denn "was man hat, das hat man" und solche Sägearbeit wäre auch Vandalismus am Original. So viele "Mars" wird es auch nicht mehr geben - ein Versandhausrad zwar, aber beiweitem nichts Alltägliches.

Wie hoch war, soweit bekannt, die mittlere Geschwindigkeit, mit der die Fahrer durch diese Kurve gefahren sind? Was ich immer noch am Rad am Ring fürchte und was mich abhält, ernster mit dem Gedanken zu spielen, dort mitzufahren, sind enge Kurven nach rasanten Abfahrten. Das Rad die Hohe Acht heraufzutragen wäre nicht das Problem, unten aus der Kurve zu fliegen schon.


Gruß
Peter
"Cyclart" hat diesen Rahmen allerdings NICHT gebaut und es ist ein europäisches Rennrad, KEIN AMERIKANISCHES!

Cyclart bietet unter anderem Rahmenrenovierungen her, so wie die Neulackierung (die unter wirklichen Sammlern höchst verächtlich ist).

Was wir auf diesem Photo sehen, ist ein Rad des englischen Herstellers "Jack Taylor", der auf dem gleichen Niveau baute wie die französischen Erbauer "Rene Herse "und "Alex Singer".

Die Muffen sind "Nervex Professional". Der Aufkleber auf dem Steuerrohr ist der sogenannte "Mondrian"-Typ, mit einer konstruktivistisch-modernen Gestaltung, desweiteren gab es noch den "Gothic"-Typ, der in einer Fraktur-Schrift angelegt war.

Nervex war ein höchst respektierter französischer Muffen-Hersteller, der besonders in den 60er Jahren unter Rahmenbauern sehr beliebt war.

Mein rotes "Bauer", von dem ich Photos hier online habe (die meisten im alten Album), hat übrigens dieselben Muffen. "Nervex Professional" waren weltweit unter den Erbauern beliebt. Unter der Tretlagermuffe hat Nervex immer eine eigene Seriennummer eingestempelt, in der die Seriennummern des gesamten Muffensatzes enthalten war, dazu die Wortmarke "NERVEX" in Großbuchstaben.

Das hier gezeigte Rad könnte ein "Super Clubman", oder ein "Tour of Britain" sein" und etwa aus den Jahren 1961-1964 stammen. Ich selbst habe zwei Jack Taylor aus dieser Epoche (ein "Super Clubman" und ein "Tour of Britain" ), allerdings nichts, was durch eine Neulackierung entwertet worden wäre. Ich werde beizeiten mal Photos machen.

Gruß
Peter

(dessen Sammelgebiet vor allen anderen die englischen Hersteller abdeckt: Jack Taylor, Hobbs of Barbican, Hetchins, Bates, Claud Butler, etc...)
Wenn im Hintergrund eine McDonalds-Filiale zu sehen wäre, würde das Bild noch mehr Sinn machen .
Das Efix macht ihm Angst, also fährt er wie von Sinnen.
Hast Du mit Deinem Rad an der Strecke gestanden? Wenn ja, dann stelle Dir doch einmal vor, die geworfene Flasche wäre in Deinem leeren Flaschenhalter gelandet... das wäre doch wahrlich ein Zeichen gewesen, so wie der Blumenstrauß, der von der Braut geworfen, von der gefangen wird, die als nächste an der Reihe ist. Für Dich wäre es der Apell gewesen, es den Profis gleichzutun.
Sehr schönes Photo!
@@3c0ll3ct0r:
Schau doch mal in den thread, den ich zum Flicken eines Schlauchreifens eingestellt habe.

http://www.rennrad-news.de/forum/showthread.php?p=918134#post918134

Hallo

Jawohl - ist eine runde Nadel (mit der dreieckigen bin ich nie zurecht gekommen). Die alten Löcher versuche ich immer zu treffen.

edit: Du meintest eine Nadel mit stumpfer Spitze, richtig? Also eine Sticknadel... das werde ich einfach mal ausprobieren.
@no_dice:

Danke für Dein profundes Insiderwissen.

Eine Homophobie trage ich nicht mit mir herum, Du hast meine Aussage falsch verstanden. Es ist richtig, ich möchte nicht fälschlich einer Gruppe zugeordnet werden, jedoch nicht aus Vorbehalten, sondern weil ich den Irrtum generell nicht schätze.

Jede Gruppe hat nun einmal ihren Code und würde ein Homosexueller wirklich irrtümlich in mir einen der Seinen erkennen, so hätte ich gewiß Mühe, das Versehen aufzuklären, denn vielleicht hätte ich ihn gekränkt und er fände sich und seine Leute verhönt.

Wo es ja auch um Licht und Empfindlichkeit geht:

Natürlich verstehe ich Deine erhöhte Sensibilisierung gegenüber geringschätzigen Äußerungen, aus denen wirklich oft unterschwellige Ängste sprechen, in sich selbst Neigungen zu entdecken, von denen man glaubt, sie wären das Gegenteil des Lebens, in dem man sich entweder bewußt wohlfühlt und es sich deshalb so eingerichtet hat, oder in das man nur hineingewuchs ist, ohne daß es einem zugestoßen wäre, anderes auszuprobieren.
Ihr beiden wißt aber doch, daß dies kein Wertungstrikot ist, oder?

Mit der Verwendung der sogenannten "Weltmeisterstreifen", an Kragen und Bündchen von Trikots und auch als Bandagen auf Fahrradrahmen oder Banderolen auf Verpackungen von Fahrradzubehör (siehe Campagnolo und Cateye bis in die 90er Jahre), machten die Hersteller von dem Recht Gebrauch, das ihnen in einer ungeschriebenen Übereinkunft mit den Fahrerteams zugebilligt wurde:
Ein Hersteller, der einen Weltmeister ausgerüstet hatte, durfte fortan die Weltmeisterstreifen auf seinen Produkten führen. Mittlerweile ist dieser Brauch in Vergessenheit geraten.

So finden sich an meinem Jack Taylor solche Streifen, am Hetchins und Hobbs und wohin ich hier sehe, schaue ich nur Regenbogen.


In meinen Fotos im alten Fotoalbum gibt es einige Bilder von Trikots - ich werde mal neue machen und hochladen. Solange hier:

http://www.rennrad-news.de/fotos/data/1647/regenbogen1.jpg

Nur die weißen Trikots mit großem Weltmeisterstreifen über der Brust sind Wertungstrikots und auf übergewichtigem Nichtweltmeisterleib demnach hochpeinlich, mit allem anderen ist man unter Kennern historischer Rennräder gut angesehen.

Außerhalb des Radsports allerdings finden Regenbogenstreifen auch Verwendung als Erkennungszeichen der Homosexuellen. Wer, so wie ich, nicht versehentlich in diese Gruppe eingeordnet werden möchte, sollte also darauf verzichten, sie beim Stadtbummel zu tragen.

Desweiteren glaubte man früher, am Ende eines Regenbogens würde ein Topf voll Gold vergraben liegen, aber das ist eine ander Geschichte...
Mittlerweile dämmerte es mir, daß diese hier von Dir präsentierten Räder sich sehr wahrscheinlich nicht in Deinem Besitz befinden.

Ernsthaft: Du solltest vor einer Veröffentlichung fremder Fotos die Besitzer der Bildrechte um Erlaubnis fragen. Der link zu der Hauptseite von wooljersey.com genügt nicht.
Bei den damals nötigen Belichtungszeiten wird das eine längere Sitzung gewesen sein

Hier, schau mal in meinen Fotos... ein Bild englischer Rennradfahrerinnen aus den frühen 50ern:

http://fotos.rennrad-news.de/photos/view/6172
Ein possierliches Geschöpf

"Pfotographie"
@BLC: Wenn Du Dich von Müngsten aus Ronsdorf näherst, mußt Du an der Disco links hoch. Würdest Du rechts fahren, kämst Du nach Lüttringhausen (fahr aber auch ruhig mal rechts hoch, hinab ist es nämlich eine traumhafte Abfahrt durch eine waldig-schattige Gegend mit perfekter Straße).

"Links ab an der Disco" ist eine sehr scharfe, also aus Deiner Fahrtrichtung eher versteckte Kurve, die Dich zuerst wieder in die Fahrtrichtung gen Münsten bringt. Einfach durch die Mini-Ortschaft fahren (nicht an der nächten Kurve das das Wäldchen hoch).

Edit: Ich mußte gerade zweimal den Text ändern, habe wohl Probleme mit "rechts" und "links".
@BLC: Es ist die winzige Ortschaft Remscheid-Halbach. Du findest sie gleich an der Dorf Disco "Deja Vu" (auf die korrekten Akzentzeichen verzichtet). Fahre gleich an der Diso den Weg hinein und dann immer weiter geradeaus - die steigige Überraschung folgt gleich hinter einer scharfen Kurve.

http://maps.google.de/maps?hl=de&um=1&ie=UTF-8&q=remscheid+halbach&fb=1&sa=X&oi=local_group&resnum=4&ct=image

Du kommst, wenn Du weiterfährst, an der Feuerwerksfabrik "Moog-Nico" vorbei, also nicht rauchen!
Die Continetal "Gatorskin" sind klasse, es gibt sie auch als Schlauchreifen!
Und ich habe es verpaßt, weil die Bahn unpässlich war. Suckage majoris!


Und, war es gut? Schöne Tour?