Alle Kommentare von paletti

Sieht trotzdem gut aus. Das Rad hat was. Bin ja auch an einem Wasserrohrprojekt am Knobeln, wird wohl im nächsten Winter dann über die Bühne gehen...
Irgendwie hats ja geklappt, schlussendlich. Und sieht gut aus.
Hallo "wiederda",
Ich komme wohl nie mehr aus der Stahlecke raus. Hat mit Sicherheit etwas mit Ästhetik zu tun ( oder besser mit der Art von Schönheit, die mir halt Spass macht).
Eine unendliche Geschichte. Allerdings viel spannender als sonst ziemlich mieses Weltgeschehen, von Politikerlatein und Finanzhaifischsalat überbacken. Alte Räder sind da viel verdaulicher
Man kann sogar sehr fix damit unterwegs sein. Bloss sind diese Räder ja auf "Dauer und Belastbarkeit" ausgelegt, also von der Konzeption her eben kein Rennrad. Ausserdem gab und gibt es in dieser Art Rad natürlich auch das Top-of-the top ( Herse, Singer, Weigle...) die spielen natürlich in einer völlig anderen Liga ( auch preislich) . Erstgenannte "Constructeurs" waren den Rennrad-entwicklungen oft jahrelang voraus, besonders in den 30er bis Anfang 60er Jahre. Diese Reiseräder meist französischer Herkunft waren - und sind immer noch - verdammt schnell. Manche Randonneure waren in den 50er Jahren mit diesen Maschinen schneller als Rennfahrer auf reinen Rennrädern. Das Motobécane ist eine "Volks-form" dieser Art Räder. Und dementsprechend auch etwas schwerer und langsamer. Auch sind die heute schwer auf zu treibenden 650B-Reifen und Pneus eher Vorreiter der Trekking und Mountainbikes, d.h. für schlechtere Strassen oder leicht fahrbare unbefestigte Feldwege ausgelegt.
Such mal unter "Alex Singer" im Web oder schau unter J.P.Weigle auf flickr. Da findest du sehr schöne Sachen in diesem Zusammenhang.
Ach ja: das Motobécane wird so um die 12 bis 14 Kilo wiegen. Ich habs noch nie gewogen Ein modernes Stahl-Koga wiegt mindestens soviel oder mehr.
@101.20 : Noch bevor ich überhaupt hier im Forum landete träumte ich als "Wiedereinsteiger" von Anfang an von einem Reiserad. Jetzt hab ich über den "Umweg" Rennräder ( alles ältere Stahlräder, liebe ich ebenfalls alle, ist bloss einfach nicht vergleichbar) dann zu der Art Reiserad, das mir wirklich gefällt, gefunden: französische Randonneuse. Und diese hier stand im Keller der Eltern meiner Frau, ist eben die von ihrem Vater gewesen, der jetzt nie mehr radeln wird.
Wäre ich nicht rechtzeitig dort gewesen, läge sie jetzt auf dem Schrott. Und (ausser ein paar Details) bleibt die auch so wie sie ist: mit Gepäckträgern und allem drum und dran. Rennräder können eines , wie ihr Name sagt: schnell sein. Das ist natürlich super und deshalb liebe ich Rennmaschinen. Das Motobécane ist nicht gar so schnell, kann aber weit mehr. Und deshalb mausert es sich so langsam - und irgendwie unerwartet - zu meinem Lieblingsradl.
Allerdings ist da noch ein Projekt in dieser Richtung am Laufen, Konzept ähnlich, bloss halt völlig anders. Aber darüber dann später mehr
Hallo Klaus, - die Motobécanes ( und vielleicht andere franz. "Industrie-Randonneusen" wie Peugeot oder so ) waren immer so ( drunter liegen noch die originalen Plastikhülsen, so war das bei den Franzosen. )
Natürlich kann man mit dem Motobécane Vieles. Aber es ist ein Oldtimer. Steigungen fahr ich damit, allerdings ist 5-fach ( also wirklich 5-fach, da vorne ein einzelner Zahnkranz ist, mit Beinschutzring davor) sowie die 650B Laufräder ( find mal im Falle eines Platten auch nur einen Schlauch dafür. Ich hab gleich in Frankreich hier einen Pneu und da nen Schlauch gekauft. Restposten... oder in Japan bestellen. Grandbois..). - weisen trotzdem die Grenzen des Rades klar auf. Eine Son-Lichtanlage wäre ok, aber eben eine Häresie für Puristen.
Es ist zwar noch kein waschechter Oldtimer ( irgendwann Mitte 70 bis Mitte 80er gabs die wohl, wer weiss mehr ?) aber die dies noch gibt sind wohl als die Arbeitstiere, die sie nun mal sind, in noch irgendwie fahrbarem aber total desolatem Zustand. Dieses hier ist aussergewöhnlich gut erhalten, da "Arbeitstiere" eben fast Massenware darstellten und daher im Nachhinein gerade deswegen selten werden.
Ich fahre es tatsächlich viel dieser Tage, liebe es auch. Will es trotzdem irgendwie respektvoll als Oldie behandeln - wie beim Auto ein gut erhaltener VW-Käfer zum Beispiel.
Zum Trainieren ist es wunderbar, da langsam und schwer. Aber die Randonneuse die im Herbst stehen wird ist mit dem Motobécane nicht zu vergleichen.
Deine Worte wären Anfang einer längeren philosophischen Diskussion, radjog. Die weit über den Radsport hinausführen würde.
Wie dem auch sei, 1965 oder 66 haben sie die ersten 50 Fahrer nach einer Tour-de-France Etappe getestet. Ausnahmslos alle gedoppt ( damals Amphetamine)...
Man muss sich dessen einfach bewusst sein. Leistungssportler sind Gladiatoren in der Arena, und die Industrie , welche dahinter steht, (Pharmaindustrie) benutzt den Hochleistungssportler auch als Versuchskaninchen , unter Anderem wahrscheinlich wie immer auch zu militärischen Zwecken... Ein so gedoppter Soldat hält wieviel aus. Ob das stimmt, weiss ich nicht, aber in der Welt wie sie nun mal ist, würds mich nicht wundern. Die "Gutgläubigen Moralapostel" unken zwar, - ändern wird sich nichts.
Dennoch bewundere ich Radsportler, wohlwissend, dass. Denn trotz all dieser Tatsachen bleiben sie immer noch Ausnahmemenschen. Mich könnte man mit allen möglichen Mittelchen vollpumpen - einen ordentlichen Rennradler würde ich trotzdem nie werden. Auch wenn ich nochmal 20 wäre und jeden Tag trainieren würd.
Klar. Wichtig war mir immer, einen Ausgleich zu haben. Mit Menschen Austausch zu pflegen, die nichts direkt mit Kunst zu tun oder am Hut haben. Ein grosses Problem der "Kunst-welt" besteht darin, dass eben viele Menschen sich darin regelrecht abkapseln. Das kann es nicht sein. Kunst kann nur ein subjektiver Spiegel der Zeit und Gesellschaft sein, in der sie entsteht. Und dafür interessiert sich wer will. Der Rest ist egozentrische Selbstüberschätzung, also Quatsch und Unsinn. Ich male Bilder, so wie ich kann und für die Menschen, die das dann mögen. Das ist mein Job, genau wie jemand Klempner oder Bäcker ist. Und die erste richtige Steigung beim Radeln weist den leisesten Anflug von dummen Gedanken sofort in seine Schranken.
Ob du's glaubst oder nicht: ich spiele wirklich mit dem Gedanken. Ob das realistisch ist, werde ich dir sagen, wenn ich das RICHTIGE Rad dann mal hab. Aber ich will wirklich in 5 Jahren die richtige PBP fahren, wenigstens als Traum erleb ich das...
(Wieso sagst du "wieder fit werden? Warst du krank? Hab ich verpennt oder was? Wenn ja, dann jedenfalls gute Besserung !!! )
Will ich ebenfalls ans Motobécane machen. Und Ivo hat SEEEEHR dick Lenkerband am Rad. Puristen bekämen einen Anfall, aber es ist eben ein Unterschied, ob man 20 oder 1200 km am Strick fährt...
Ich selber träume vom "Randonnieren", wenn ichs so sagen darf. Ob ich in meinem Alter und als Spät-Wiedereinsteiger jemals einen offiziellen "Brevet" fahren werde, weiss ich nicht.
Aber mich in naher Zukunft aufs Rad setzen mit Zelt hintendrauf und dem nötigsten Gepäck und eine oder zwei Wochen lang einfach mal radeln, also das steht jetzt schon fest. Ich träume trotzdem von Paris-Brest. In 5 Jahren vielleicht. Ivo war schon dabei. Und so wie ich dich kenne, könntest du auch auf solch krumme Gedanken kommen, fresh )
Seh jetzt erst die "Schokoladenseite"
Dann werden wir wenigstens ETWAS an unsern "definitiven" ( ? ) Rädern gemeinsam haben, Jean. Obwohl meine TA - Garnitur etwas anders aussehen wird.
Oho !!! Ta-Teile. Das sind richtig tolle Details.
Je mehr ichs anschau, desto mehr denke ich, du bist trotzdem noch zu deinem Traumrad gekommen, Jean. Wenn es sich so fährt wie's ausschaut ist es wohl auch so. Es ist wunderschön - ein moderner Klassiker.
10-fach. Das fahr ich irgendwann ( ist ja am Entstehen) auch noch mal. 11-fach ist Quatsch. Was für Radprofis ok sein mag, ergibt für uns keinen Sinn.
Alle 1000 km neue Kette & Kassette...
Ich wollte eigentlich Campa 9 -fach für die Randonneuse, hätte auch gereicht. Da ich allerdings Rahmenschalthebel will, musste ich mich für Shimano entscheiden...
An deinem Renner ist das natürlich eine andere Angelegenheit. Es ist ja kein Arbeitstier, sondern ein Spassmacher.
Alles Dinge, die ich wohl nie kennenlernen werde
Aber ist toll gemacht.
Dein Rad ist super, Jean. Heute war übrigens Ivo zu Besuch, ich hab mir seine Randonneuse mal genau angeguckt. Lenkerband schien mir 5 bis 10 cm dick ( ich übertreibe ein bischen, aber er hat mindestens 3 Bänder übereinander gelegt). ABER: er fährt 600 km am Strick, oder 1200. Ästhetik ist eine Sache, Praxis eine völlig andere. Und deshalb denke ich, dass du für dein Rad eben den bestmöglichen Kompromiss gewählt hast - es ist schön und DU kannst es auch noch fahren. Besserwisser werden irgendwann auch mal ins "schöne" Alter kommen. Und irgendwann sehr wohl verstehen:-))
ps.: Bist du dir mit der Carbonsattelstütze sicher ? Ich finds so super... ok, schwarz zu schwarz kommts natürlich auch. Aber silberner Vorbau wäre doch auch sehr nett, oder wie
Genau. Und um sofort auf die Frage der Sitzgelegenheit zu kommen ( ) , Fresh: Ivo kann nur noch auf Leder-rad-satteln sitzen. Alles andere empfindet er als schmerzhaft, denk ich mal.
Dank dir für das Kompliment, Concor:-))
Ich hab eine ganze Serie in Arbeit, will aber das Radforum nicht zuviel mit solchen Sachen belasten. Hier ist für mich ein Ort des Ausgleichs und der Entspannung:-)))
Für die, dies wirklich interessiert, hier der link zu meinem Neben-rad-leben:
http://web.me.com/jmbr/JEAN-MARIE_BIWER__ARTIST_E-PEINTRE__SITE_OFFICIEL/Bienvenue___Welcome.html
Danke für den Hinweis - also die Richtung stimmt jedenfalls. Genau diese sinds trotzdem nicht, da an den meinen eine Aushöhlung zwischen dem Achskörper und dem Hochflansch ist...Also dürfte das Peugeot aus den 50ern sein, das Motobécane ist wesentlich jünger ( irgendwie zwischen 1975 und Anfang 80er wirds wohl gebaut worden sein).
Dann ist das sowieso zwar Stilbruch, diese Nabe ans M-b zu machen. Aber eben einfach schön...
Und es kommen dauernd welche hinzu, Twinkie. Wir sind schon am Überlegen wann wir den Freistaat Nabenfreud gründen sollen, mit Hauptsitz in Rostfroh. Bis es soweit ist betätigen wir uns bedeckt unter dem Namen die Lenker-bande.