Charlie1
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Charlie1 im Album Defekte

Ist das aufrecht, mutig, freiheitlich, tolerant?
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#1 hornergeest (15.01.2015, 11:41)
Für mich passt hier die Kategorie "Fun" nicht, ebenso wie bei der anderen Collage.
Was hiervon transportiert "unsere Werte" so, dass wir jetzt "Charlie sein" sollten?
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#2 oelibear (15.01.2015, 13:11)
Nichts, aber auch gar nichts. Deswegen bin auch nicht Charlie. Es reicht, wenn so viele andere das völlig unreflektiert sein wollen. Ist ja jetzt wohl echt "hip". Wasser auf die Mühlen von radikalen Spinnern aller Richtungen.

Aber eines ist sicher: "Die Karawane zieht weiter"
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#3 Powder (15.01.2015, 13:21)
Genau! Noch 1-2 Wochen dann wird die nächste Sau durchs "Dorf" getrieben...
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#4 Hansi.Bierdo (15.01.2015, 14:00)
"Je suis Charlie" ist doch auch nur so eine Art öffentlich zur Schau gestelltes Facebook-Like, dass man morgen wieder unliken kann. Die meisten Charlie-Seier kannten das Maganzin vor 10 Tagen nichtmal.

Und diejenigen, die heute am lautesten nach Pressefreiheit schreien, wollen morgen die Meinungsfreiheit derer, die sie bedrohen einschränken. So funktioniert das nicht Jungs, ihr habt nichtmal kapiert, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Und Pressefreiheit sollte auch im Zeitalter der digitalen Online-Medien nicht "veröffentlichen auf Teufel komm raus" heissen. Scheinbar geht es überall nur noch um Aufmerksamkeit. Als Erster veröffentlichen, Aussagen, die sind wichtig, belastbare Inhalte dagegen weniger. Aber manchmal ist weniger mehr...
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#5 Kaugirl (15.01.2015, 14:09)
@hornergeest: Ich weiß jetzt nicht sicher, ob Du mich tatsächlich missverstanden hast oder meine Aussage bewusst in den falschen Kontext gesetzt hast. Die Karikaturen müssen einem nicht gefallen. Ich mag sie auch nicht und erachte die Provokation zudem als nicht zielführend. Nur finde ich, dass solche Provokationen möglich sein müssen. Dieser Unfug von wegen "die Morde haben nichts mit dem Islam zu tun" und jeden als Ausländerfeind abzustempeln, der Kritik am Islam äußert, sind doch geprägt von Angst. Natürlich haben die Anschläge mit dem Islam zu tun; keine andere Religion regiert so dauerbeleidigt und vor allem so gewalttätig in der Reaktion; die katholische Kirche wehrt sich mit den Mitteln des Rechtsstaates und klagt gegen verunglimpfende Karikaturen, das ist doch o.k.

Charlie war mutig und aufrecht, weil die Redaktion massiv bedroht wurde und sie trotzdem nicht eingeknickt sind und nicht wie viele andere Medien ihre Inhalte vorwiegend an Quote und Auflagenzahlen ausrichten. Dafür, dass sie von Interessengruppen und Mitläufern instrumentalisiert werden, können sie ja nichts.
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#6 pjotr (15.01.2015, 14:58)
Die Attentate haben nur insoweit etwas mit dem Islam zu tun, als dass dessen radikale Strömungen den ideologischen Überbau dafür liefern. Die Ursachen dafür, dass gemordet wird liegen woanders.
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#7 whitewater (15.01.2015, 16:46)
@Kaugirl, das mit "keine andere Religion reagiert so dauerbeileidigt" und gewalttätig in der Reaktion ist eine aufschlussreiche Meinung.
Lass Dir mal von einem Iren erklären, wie dauerbeleidigt und gewalttätig das die katholische und anglikanische Kirche kann.
Das ist keine Verteidigung des Islam (welcher überhaupt, da gibt es ja in etwa so viele Spielarten wie bei den Christen in den Umnachteten Staaten), wenns danach geht, gehören alle Religionen für mich abgeschafft, oder besser, privat kann jeder glauben, was er will, das Einfordern gesellschaftlicher Relevanz mit religiöser Begründung gehört verboten.
Ausserdem könnten wir lustig diskutieren, ob der IS mehr mit Mekka zu tun hat, als die IRA mit Rom. Bringt das nach vorn?
Und Bemackte, die meinen andere Leute umnieten zu müssen, finden immer einen Grund. Da ist die Weltrevolution genauso unsinnig wie 70 Jungfrauen im Paradies.
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#8 hornergeest (16.01.2015, 07:30)
@kaugirl:
Da habe ich Deine Intention tatsächlich nicht mitbekommen. Und ich bin voll bei Dir, dass unabhängig von moralischen, politischen oder ästhetischen Maßstäben der Umstand Respekt und Anerkennung verdient, dass sie nicht vor der Bedrohung eingeknickt sind.
Der vorauseilende Gehorsam und die Selbstzensur innerhalb der 4.Gewalt ist sicherlich eins der größten Probleme. Kein Wunder, nebenbei bemerkt, dass hinsichtlich der zunehmenden Kritik an den Medien das Wort "Lügenpresse" zum Unwort des Jahres bestimmt wurde...
Wo wir scheinbar nicht übereinstimmen ist in Bezug auf meine Ansicht, dass die Gesellschaft auch Pegida & Co. zumindest ertragen kann und muss. Hinsichtlich des angesprochenen Mutes und der Aufrichtigkeit steht diesen Leuten, die gegen Staatsdoktrin, Hass, Bedrohung und gesellschaftliche Marginalisierung weiter ihre Meinung artikulieren, meiner Meinung nach "sogar" Respekt zu.
Schönes WE
Christian
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#9 hornergeest (16.01.2015, 08:03)
@whitewater:
Der auch Deinerseits artikulierte Reflex scheint gewollt zu sein, medial wird eben diese falsche Verknüpfung orchestriert.
Talkrunden über islamistischen Terror folgen Sondersendungen zu Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche und ähnliches.
Der durch diesen Konnex ausgelöste Reflex ist eine Gleichsetzung, Problematisierung und in der Konsequenz Ablehnung jeder Religion, insbesondere der monotheistischen.
Nenne mich Verschwörungstheoretiker, aber ich vermute hinter dieser Komposition ein (freimaurerisches) Kalkül.
Der Vergleich jedenfalls hinkt gewaltig. Terror bis hin zum Genozid lassen sich aus dem Koran und den Hadithen klar ableiten und auf der Grundlage legitimieren. Der Prophet selbst war ein Schlächter, der sich per Koran rechtfertigte. Lesenswert.
Kindesmissbrauch hingegen lässt sich bekanntermaßen ebensowenig aufgrund der Bibel legitimieren wie Bombenanschläge rivalisierender Kirchen.
Dass die anglikanische und katholische Kirche in Nordirland für ganz anderes als religiöse Inhalte stehen, nämlich Ethnien, Sprachen, Identität unterscheidet den Konflikt grundlegend von innerislamischen, die durch die umstrittene Nachfolge Mohammeds zementiert sind.
Dass jedenfalls keine Religionsgemeinschaft derart "dauerbeleidigt" (nette Umschreibung) reagiert wie der Islam ist wohl ein offensichtlicher Fakt, der aber ungern gehört wird.
Beste Grüße
Christian
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#10 Amigo (16.01.2015, 09:31)
Mein Geschmack ist das auch nicht. Aber ich finde die Titanic ja auch nicht witzig, obwohl ich Satire eigentlich sehr mag. Aber wenn es mir nicht gefältt, dann lese ich es eben nicht. Sich über Satire aufzuregen, die einem nicht gefällt, finde ich jedenfalls ziemlich bescheuert.
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#11 hornergeest (16.01.2015, 09:42)
Es wird sich nicht über "Satire" aufgeregt sondern darüber, dass etwas das einem viel bedeutet / heilig ist, absichtlich mit Dreck beworfen wird.
Von der Emotionalität her ist es also nicht so wie irgendeine abstrakte Sauerei sondern vergleichbar mit einem Angriff auf die eigenen Kinder/Eltern/Liebsten.
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#12 Amigo (16.01.2015, 10:17)
Genau das tut Satire aber nun mal! Und Satire ist nie abstrakt, sondern nimmt ganz konkret etwas aufs Korn!
Das Problem ist, dass das Humorverständnis eben ganz unterschiedlich ausgeprägt ist, individuell und auch kulturell. Witze über sich oder Dinge, die einem heilig sind, muss man aber ertragen können. Insofern widerspreche ich da auch dem Papst.
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#13 pjotr (16.01.2015, 10:53)
Ich halte es schlicht für unzutreffend, dass es bei der Aufregung in der islamischen Welt tatsächlich primär um religiöse Gefühle oder kulturelle Unterschiede im Humorverständnis geht. Vielmehr wird die Religion instrumentalisiert um durch Aufhetzen der Menschen in der durch gesellschaftlichen Zerfall und zahlreiche gewalttätige Konflikte geprägten arabischen Welt diverse innenpolitische Ziele zu erreichen.
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#14 whitewater (16.01.2015, 11:24)
@hornergeest
Ja, ich kenne die Argumentation. Hast das alte Testament aber auch lange nicht mehr gelesen, oder;)? Wenn wir schon auf die Aktenlage verweisen
Auf das berufen sich alle 3 monotheistischen Spinnereien, die an dem Arsch der Welt enstanden sind, an heute immer noch für die nächsten 500 Jahre kein Frieden in Sicht ist.

Interessanter ist schon, wenn man sich ansieht, welche Staaten explizite Staatsreligionen haben, und ihr Rechtssystem explizit aus dieser ableiten. Da ist der Islam weit vorn.
Die Trennung von Staat und Kirche ist eine fundamentale Errungenschaft der Aufklärung, und in diesem Kontext ist es mir völlig egal, wie schlecht irgendeine antireligiöse Satire oder Polemik ist. Und deshalb steht mir die Freiheit der Kunst und der Presse erheblich höher, als persönliche Bepisstheit.

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hornergeest
15.01.2015, 11:37
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